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Diese Serie vereint Körper, Kleider und Pilze – gedruckt in vielfarbigen Schichten, immer wieder neu kombiniert. Entstanden sind die Werke im Siebdruckverfahren, teils auf altem Papier, das bereits Spuren trug: Collagen, Zeichnungen, Fragmente. Jedes Blatt ist ein Unikat, zusammengesetzt aus Überlagerungen, Farbflächen, Konturen und Erinnerungen.
Immer wieder tritt ein Frauentorso in Erscheinung – mal nackt, mal mit BH, wie aus einem Schaufenster entnommen. Daneben wachsen Pilze: Morcheln, knollenartige Formen, blühende Strukturen. Manche entstammen den alten Pilzbüchern meines Grossvaters, der Biologe war. Diese Abbildungen, einst wissenschaftlich gemeint, verwandeln sich hier in poetische, fast fremde Wesen.

Die Motive Körper, Kleider und Pilze stehen in einem vielschichtigen Zusammenhang: Der Körper als das Ursprüngliche, das Innere, das Nackte. Die Kleider darüber – Hülle, Schutz, Ausdruck, Maske. Sie verändern, verdecken oder zeigen, was wir von uns preisgeben wollen. Und dann die Pilze – stille, organische Wesen der Verwandlung. Sie durchdringen, zersetzen, erneuern. In dieser Bildwelt stehen sie für Transformation, für das, was unter der Oberfläche arbeitet und Neues entstehen lässt.
Die Drucke entstanden wie mit Stempeln, in mehreren Durchläufen. Ein Pilz taucht auf, dann ein zweiter, daneben, darüber, versetzt – in Rot, Braun, Blau oder Grün. Später kommt vielleicht ein Torso hinzu, ein neues Papier, eine weitere Schicht. So wächst jedes Bild Schicht für Schicht, tastend, entdeckend, verwoben.
„Pilze Körper Kleider“ ist eine Serie über Verwandlung, Erinnerung und die Lust am Kombinieren. Zwischen Naturstudie und Modefragment, zwischen Körperbild und organischer Form.

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