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Die miese Früchtchen

Verlockend. Reif. Und manchmal giftig.
Die „Miesen Früchtchen“ sind eine Serie vielschichtiger Zeichnungen, in denen Kreide, Ölkreide, Graphit, Papierschnipsel und Klebstreifen aufeinandertreffen – und täuschen.
Die Arbeiten entstehen in einem spielerischen und experimentellen Prozess: Klebestreifen werden von anderen Bildern abgezogen, tragen Spuren von Farbe und Form, und finden als transparente Abdruckträger neue Bedeutung. Mal überlagern sie gezeichnete Objekte, mal werden sie selbst zu Fruchtformen, Landschaftsflecken oder Zeichen – wie zufällig gewachsen.

Kreise mit Strichen erinnern an Äpfel, gelb, rot, pink, dunkelblau oder auch schmutzig grau. Rosarote Klebequadrate fügen sich zu dörflichen Landschaften, daneben treiben grüne oder blaue Farbinseln. Was auf den ersten Blick freundlich, lebendig oder sogar niedlich wirkt, entlarvt sich beim genaueren Hinsehen als fragwürdig, instabil, schräg.

„Miese Früchtchen“ sind schöne Täuscher.
Sie erzählen von Verlockung und Enttäuschung – vom Glänzenden, das fault, vom Süssen, das bitter ist, vom scheinbar Harmlosen, das vielleicht sogar giftig wird.

 

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